Mag euch gerne mal eine Geschichte vorstellen, die ich vor einem Jahr ungefähr oder auch was länger geschrieben haben, viel Spaß beim lesen und ein wenig Kritik (positiv oder negativ) würde ich mich riesig freuen.



Der Blutmagier


Vor ein Paar Jahrhunderten als die Menschen von Verzweiflung,, Hass und Angst getrieben war, entstand genährt aus diesen Gefühlen ein Wesen das sich selber Blutgott Baphomeé nannte. Dieses Wesen kannte nur eins und das war zerstören und sich vom Schmerz der Menschen ernähren. Mit einem Fingerzeig konnte dieses Wesen ganze Landstriche zerstören und musste sich dazu nicht einmal anstrengen. Die Menschen mussten ihm regelmäßig so genannte Blutopfer darbringen sonst war ihr Untergang besiegelt. Zu dieser Zeit gab es eine Reihe von Menschen die jeden Tag um Erlösung beteten und es wurden immer mehr die auf diese Erlösung hofften. Weit entfernt von der Erde, sammelten sich diese Wünsche und Gebete und trafen auf etwas das Baphomeé bei seiner Entstehung zurück gelassen hatte. Aus dieser Kraft der Zerstörung und den Wünschen der Menschen entwickelte sich etwas einzigartiges. Kein wirkliches Wesen, sondern eine Kraft die als sie sich vollends entwickelt hatte ihren Weg Richtung Erde antrat und dort suchte es sich einen Körper in den es sich niederlassen konnte. Vorerst fand es diesen in der jungen Frau Kyria. Doch Kyria sollte nicht lange sein zu Hause sein, denn sie wurde schon kurz danach schwanger und trotz dieses Wesen es nicht gewollt hatte, wurde es zu Kyria's Kind. Sie bekam einen wunderschönen und kräftigen Jungen dem sie den Namen Mathurien gab, genannt nach einem Alten Gedicht das sie eins gehört hatte.

„Sieh der Schildkröte gewaltige Pracht!
Auf deren Panzer die Welt gemacht
Klar ist ihr Denken und stets rein,
Schließt uns alle darin ein.
Sie hört die Schwüre auf ihrem Rücken
Und schweigt dazu aus freien Stücken.
Land und Meer liebt sie inniglich,
Sogar ein kleines Kind wie mich.“

Und der Name dieser Schildkröte war Mathurien weshalb sie ihren Sohn so nannte, der diesen Namen aber später nur noch sehr selten nutzen sollte.

Der junge lebte bis zu seinem 16ten Geburtstag ein ganz normales Leben, jedenfalls wenn man es unter der Herrschaft von Baphomeé normal nennen konnte. Doch schien es das dieser Junge und alle seine Freunde nicht von dem betroffen waren was in der ganzen Welt geschah so als seien sie geschützt von diesem unglaublichen Ungeheuer das die ganze Welt terrorisierte. Und so war es auch. Am Tag von Mathuriens Geburt floss Blut auf den Boden dieses Dorfes, doch kein gewöhnliches Blut, dieses Blut war in der Lage mächtige Schwüre zu erschaffen und Magie zu wirken und so entstand an diesem Tag ein Blutsiegel der das Dorf für alle Zeit, vor den Augen des Bösen schützen sollte. An seinem 16ten Geburtstag verschwand Mathurien für einen ganzen Tag und als er wieder kam war er nicht mehr derselbe. Sein ganzes Wesen schien sich verändert zu haben, er war nicht mehr der fröhliche Junge der gerne mit den anderen Kindern spielte und Kyria immer bei der Hausarbeit half. Dieser Junge war nun nicht mal mehr ein Mensch, denn an diesem Tag wurde aus ihm der Blutmagier und er trug ein blutrotes Siegel das mitten auf seiner Brust prangte. Kyria stellte ihren Sohn zur Rede, doch dieser wollte nicht reden und ging sofort in sein Bett. Am nächsten Morgen kam ihr Sohn auf sie zu und sprach mit ihr.

„Mutter, oder sollte ich lieber Kyria sagen? Mein Name ist zwar Mathurien und diesen Namen werde ich auch immer in Ehren halten, doch in Wahrheit bin ich nicht dein Sohn. Ich bin nicht einmal ein Mensch. Ich weiß nicht ob ich einen Namen habe doch den einzigen Namen den ich wirklich kenne. Ist Blutmagier, ich bin auf diese Welt gekommen um Baphomeé zu vernichten, denn so wie jetzt kann es nicht weiter gehen.“
Kyria schluckte und konnte nicht glauben was sie dort hörte.
„Mathurien aber .. aber ich habe dich doch zur Welt gebracht.“ Sie schluchzte und man konnte es ihr nicht verdenken nach dem was sie gerade erfahren hatte.
Mathurien nahm ihre Hand und legte die seine auf ihre Schulter.
„Ich werde dich nie vergessen MUTTER, aber irgendwann wirst du sterben während ich weiter leben werde. Ich habe mich in deinem Körper eingenistet weil dieser der reinste auf dieser Welt war und als du dann schwanger wurdest, wurde ich fast gezwungen dein Kind zu werden auch wenn ich das nicht gewollt habe, bin ich dennoch dankbar das es so gekommen ist.“ er drückte seine Mutter fest an sich und sprach dann weiter. „Ich werde dich immer lieben Mutter, doch ich muss nun gehen vergiss mich nicht ich werde es auch nicht tun.“

Kyria drückte ihren Sohn noch fester an sich als wolle sie ihn nicht mehr gehen lassen, sie drückte noch fester und hoffte tief in ihrem inneren er würde wieder zu einem Fötus werden und wieder in ihr Leben und das dort für alle Zeit. Doch insgeheim wusste sie das ihr Sohn für größeres bestimmt war und so löste sie die Umarmung. Mathurien ging auf sein Zimmer und packte dort ein Paar Kleinigkeiten zusammen die er für seine Reise brauchen konnte. Als er gerade das Haus verlassen wollte nahm seine Mutter ihn ein letztes mal in die Arme und legte ihm zum Abschied etwas in die Hand. „Es ist etwas ganz besonderes also hüte es wie nichts anderes. Man nennt es Siegul und es ist ein Zeichen.“
Seine Mutter gab ihm zum Abschied einen Kuss auf die Stirn, wobei sie sich ob seiner Größe auf die Zehen stellen musste, und ließ ihren Mathurien somit ziehen. Er drehte sich um und schaute nicht mehr zurück. Während er das Dorf verließ hielt Mathurien seine Hand die ganze Zeit geschlossen und wagte es nicht sich anzusehen was ihm seine Mutter dort geschenkt hatte. „Wie nannte sie es gleich? Siegul?“ fragte er sich und als er das Dorf endgültig verlassen hatte, öffnete er seine Hand und fand darin eine Kette mit einem merkwürdigen Anhänger. Es handelte sich dabei um einen stilisierten Löwenkopf dessen Ende in ein spitzes Kreuz verlief. Dieses so genannte Siegul sollte er in seinem Leben nie wieder abnehmen und es sollte wirklich etwas ganz besonderes werden. Das war das letzte mal das er sein Dorf und seine Mutter sah und so begann er seine Jahrhunderte währende Reise.