Hi liebe Community :-)

Mit diesem Thread wollte ich mich zum Einen erstmal vorstellen und euch zum Anderen dann erklären was ich so mache und euch natürlich ein kleine Probe davon hierlassen.

Zu mir sei gesagt, dass mein Name Sebastian ist, ich 22 Jahre alt bin und mich zur Zeit in einer Ausbildung befinde.



In meiner Freizeit treibe ich sehr gerne Sport, gehe Feiern, zocke natürlich und (und das ist eigentlich wichtig für diesen Thread ;-D ) schreibe sehr gerne Geschichten.
Diese Geschichten sind entweder völlig fiktiv oder aber beziehen sich auf die Erlebnisse von Gilden in Spielen. Gildenstorys also, sehr gerne gesehen unter RP-Gilden natürlich, aber auch Casual bis Hardcoregilden haben gerne eine Geschichte zu ihrer Gemeinschaft.

Ich überlege gerade ob ich dieses Hobby nicht allgemein anbiete, damit vielleicht andere Gilden auf mich zukommen können, damit ich ihnen eine schöne Hintergrundgeschichte schreiben kann um sich mit ihrer Gilde besser zu identifizieren oder vielleicht etwas Schönes für ihre Page oder Vorstellung haben.

Ich erhoffe mir von diesem Forum endlich mal eine professionelle Meinung zu erhalten und ganz ganz viel konstruktives Feedback.

Der von mir mitgebrachte Text ist allerdings keine dieser Storys sondern ein Prolog den ich vor über sechs Jahren geschrieben habe.
Auch wenn sie älter ist freue ich mich immer über Feedback, also einfach drauflos reden.
Dann bleibt mir eigentlich nur noch zu sagen:
Viel Spaß beim Lesen :-)

(der Text ist noch nicht auf Fehler überprüft worden :D )

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Es ist schwer zu sagen wie lange es her war, seitdem die großen Tannen im Wald von Trilon das letzte mal in ihrem tiefen grün strahlen konnten. Seit Monaten hatte es nur geschneit und die Bäume in ein glitzerndes weiß getaucht. Von Zeit zu Zeit brach ein kleiner Sonnenstrahl durch die dichte graue Wolkendecke, zu schwach um den Schnee zu schmelzen, aber gerade lang genug um ihn frische funkeln zu lassen wie tausend kleine Sterne.

Tief im Wald trottete eine kleine graue Haselmaus grade aus ihrem Bau, hinter ihr ein kleines Piepsen zu hören. Sie drehte sich noch einmal um, um auf ihre sechs Neugeborenen zu schauen. Sie waren gerade einmal ein paar Tage alt und hatten Hunger, doch nicht genug zu fressen, sodass die kleine Maus sich noch einmal aufmachen musste um auf dem gefrorenen Waldboden vielleicht doch noch ein paar Früchte oder Nüsse zu finden.

Noch verschlafen schlich sie also hinaus in die kalte Morgenluft.



Nicht weit davon entfernt zog eine alte Rotfuchsdame ihre täglichen Kreise durch den Wald um auf die Jagd zu gehen. Die Beute war schlecht gewesen in den letzten Tagen aufgrund des langen Winters aber hie und da trat immer wieder mal eine kleines verirrtes Opfer vor die Pfoten der erfahrenen Jägerin. So wie heute. Sie war noch nicht lange unterwegs, als ihre scharfen Augen eine kleine graue Maus ein paar Meter vor ihr ausmachten. Die Maus war unachtsam, dass sie den Fuchs noch nicht bemerkt hatte und so ging das Raubtier fließend in seine Jagdhaltung über.

Die Fuchsdame duckte sich ganz dicht über den kalten Bogen, fast so nah, dass ihre feinen Bauchhaare kleine Spuren im Schnee hinterlassen konnten. Kein Geräusch war mehr von ihren Pfoten zu vernehmen und so tastete sie sich vorsichtig durch den Wald an ihr Opfer heran, welches nichts ahnte. Der Atem des Fuchses senkte sich auf ein Minimum um ihn nicht in der kalten Luft zu verraten. Es waren nur noch ein paar Meter, dann könnte sie zum finalen Sprung ausholen und ihr Abendessen wäre gesichert. Plötzlich knackte etwas unter ihren Pfoten!



Die kleine Maus erschrak und wirbelte hastig in die Richtung um aus der sie das Knacken hören konnte. Was sie sah ließ sie erstarren. Ein Fuchs mit leuchtend rotem Fell, bereit um sich auf sie zu stürzen. Instinktiv begann sie zu rennen so schnell es ihre kleinen Mäusepfoten zuließen und egal wohin nur weg von dem tödlichen Jäger. Sie rannte um ihr Leben, über Äste, Wurzeln und Steine ohne einen Blick zurückzuwerfen ob sie noch verfolgt wurde.



Erschrocken musste die Fuchsdame feststellen, dass ihr Schleichtalent wohl mit den Jahren des Jagens abgenommen hat, denn früher wäre ihr der Fehler auf einen Stock zu treten nicht passiert. So musste sie nun zusehen wie ihre Beute panischvon dannen lief. So sollte also die eigentliche Jagd beginnen und sie machte einen großen Sprung nach vorne und ließ die Verfolgung beginnen.

Sie achtet genau darauf wo die kleinen Mäusespuren in den frischen Schnee gedrückt wurden um sie Fährte nicht zu verlieren.

Dann endlich sah sie die kleine Maus wieder und fixierte sie mit den Augen, während der Waldboden unter ihren Pfoten hinwegfegte. Es waren keine zwanzig Meter mehr, dann sollte sie ihr Ziel erreicht haben. Die Pupillen verengte sich und der Blick richtete sich noch schärfer auf das kleine graue Ziel, der Wald um sie herum verschwamm langsam. Fünfzehn Meter. Sie merkte wie sich ihr Nackenfell aufrichtete vor Ekstase. Zwölf Meter. Wie in Trance wich sie den Bäumen aus, ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren. Der Atem kam stoß weise und in einem präzisen Rhythmus. Acht Meter. Es war fast geschafft. Ihr ganzer Körper war nun eine Maschine. Erzeugt um zu Jagen und zu Töten. Hinter ihr wirbelte der Schnee auf wie ein weißer Schleier der sie immer näher an ihr Opfer trug. Drei Meter. Beide rasten aus dem Wald hinaus auf eine Lichtung. Perfekt, keine Chance zu entkommen. Nun kamen ihre scharfen, weißen Zähne hervor, bereit zuzuschnappen wenn es sein musste. Nur noch ein bisschen, dann konnte sie springen. Ein Meter. Wie ein Blitz durchfuhr sie die Freude. Die Jagd war perfekt und auf ihre alten Tage war sie immer noch so tödlich wie damals. Sie machte einen Satz nach vorne den Geruch der kleinen Maus in der Nase. Von weitem sah sie noch etwas durch die Luft fliegen gefolgt von einem leisen Surren. Sie hatte die Maus und musste nur noch zubeißen. Dann wurde alles schwarz.



„Ich hab ihn! Verdammt nochmal! Ich kann es immer noch!“ schrie in einer von zwei Jägern.

„Pfff! Glück! Das war nichts als Glück Walther!“ antwortete der zweite, welcher etwas abseits stand und seinen Freund beobachtet wie er die Wette gewann.

„Glück oder nicht James. Die Wette hab ich eindeutig gewonnen“ sagte Walther.

„Einen roten Fuchs auf weißem Grund zu erschießen kann jeder Jüngling, also bilde dir mal nichts darauf ein! Aber gut, Wettschulden sind Ehrenschulden, die Runde heute Abend geht auf mich“ antwortete James „und nun hol den Fuchs und lass uns gehen! Es ist scheiße kalt hier!“

Walther ging zu seinem Ziel um seinen Pfeil und seine Beute zu holen.

Auf dem Weg dorthin sah er eine kleine graue Maus auf dem Boden sitzen und wie erstarrt in die Luft guckend. Er beförderte sie mit einem Tritt hinfort und zog dem Fuchs den Pfeil aus dem Körper.

„Ha! Mitten zwischen die Augen. Zeig mir den Jüngling der das kann!“ rief er über die Lichtung mit einem Lächeln auf den Lippen.

„Ja, Ja! Beeil ….“

plötzlich wurde der Waldboden von einem heftigen Erdbeben geschüttelt, der die beiden aus dem Gleichgewicht brachte und James unsanft auf sein Hinterteil fallen ließ.

„Mein Güte der Tag wird immer beschissener! Was war das?“ brüllte James während er sich wieder aufrichtete.

„Ich habe keine Ahn...“ versuchte Walther zu antworten aber er wurde von einem zweiten Erdbeben unterbrochen, welches James wieder stürzen ließ.

„Jetzt reicht es, ich will wissen was das ist“ schrie James hysterisch und schritt in den Wals wo das Epizentrum zu sein schien. Walther folgte eilig.

Sie schritten durch die Bäume und achteten auf jede kleine Außergewöhnlichkeit und so langsam hatten sie das Gefühl der Sache näher zu kommen, denn die Beben wurden immer intensiver.

So standen sie bald an einem kleinen gefrorenen Weiher der mit jungfräulichem Schnee bedeckt irgendwie befremdlich aussah in dem tristen Grau des Waldes.

„Sag mal. Riechst du das auch?“ fragte James.

„Was denn?“ fragte Walther.

„Na es riecht irgendwie verbrannt und nach Schwefel“ sagte James.

„Was soll denn hier brennen? Es ist tiefster Winter! Das ist vollkommen unmöglich!“ spottete Walther „das bildest du dir ein.“

„Was zur....?!“ James machte einen Schritt zur Seite und beobachtete wie der mit Schnee bedeckte und gefrorene Waldboden plötzlich auftaute und feucht schimmerte.

„Weg! Walther! Spring weg! Achtung unter dir!“ schrie James noch, doch es war zu spät.

Der Boden unter Walther brach unter seinen Füße auf und schleuderte ihn gegen einen Baum, wo er auf der Stelle bewusstlos liegen blieb.

James stand geschockt da. Er konnte seine Augen nicht von dem großen Loch im Boden wenden, welches rot zu glühen schien. Außerdem strömte eine unnatürliche Hitze aus ihm heraus.

Sein Gesicht mit den Händen geschützt schritt James langsam auf das Unbekannte zu um einen Blick hinein zu werfen, doch er kam nicht näher als ein paar Meter heran, da die Hitze einfach zu stark war. Mittlerweile war der ganze Schnee um ihn herum geschmolzen und ließ den Boden schlammig werden und als er zurückweichen wollte rutsche er aus und stieß sich den Kopf an einem Stein.

Noch halb benommen sah er wie eine gewaltige Feuersäule aus dem Loch emporstieg und die Tannen darüber verbrannte bis nur noch traurige schwarze Astreste zurückblieben. Die Hitze nahm ihm jetzt fast den Atem. Doch nun konnte er schemenhaft eine Gestalt erkennen, welche sich aus den Flammen erhob.

„Ein Ritter! Ein brennender Ritter!“ flüstere James.

Er stand unter Anstrengung auf und schritt auf das Wesen zu.

„Wer bist du? Antworte“ brüllte er. „Antworte sofort! Oder ich werde angreifen!“

Doch die Gestalt sagte kein Wort sondern starrte nur mit seinen glühend roten Augen verächtlich auf James hinunter.

„Du hast es so gewollt!“ schrie er und zog seinen Bogen vom Rücken, spannte einen Pfeil und schickte ihn auf die wenigen Meter auf den roten Teufel zu.

Es ging ganz schnell. Auf halben Weg fing der Pfeil Feuer und rieselte als kleine Aschewolke auf den Boden, während die Gestalt auf James zuging.

„Was zur...?!“ keuchte James panisch und entschied für die Flucht nach vorne. Er zückte den kleinen Jagddolch von seinem ledernen Gürtel und sprang dem Wesen entgegen. Doch er kam nicht weit. Die Gestalt hatte den Dolch mit bloßer Hand gegriffen und aufgehalten. Mit aufgerissenen Augen sah James zu wie seine Waffe begann zu schmelzen und in kochenden Tropfen auf seiner Haut landete wo sie sich in sein Fleisch brannte.

Er schrie vor Schmerzen und beobachtet wie sich seine Haut an den Armen von seinem Fleisch löste und langsam versengt wie Pergament, welches man in den Kamin warf. Die Schmerzen wurden unmenschlich und kurz bevor er für immer das Bewusstsein verlieren sollte erkannte er ein brennendes Schild auf dem Rücken des Wesens. Geschockt sah er dem Feind in die Augen und konnte grade eben noch fragen „Was bist du? Bist du ein Dämon?“

Dann wurde alles dunkel um ihn herum und er ging in Flammen auf, eine Flamme so hell, dass sie den gesamten Wald erleuchtet und den kleinen Weiher wie eine Fluss aus Lava erscheinen ließ.



Als Walther wieder erwachte sah er gerade eben noch wie sein bester Freund seit Kindesbeinen an von einem brennenden Wesen zu einer traurigen Aschewolke verwandelt wurde und konnte es kaum fassen.

„Es muss ein Traum sein! Ein böser Traum! Komm schon Walther wach auf!“ sagte er sich immer wieder.

Nun schritt das Wesen auf ihn zu und Walther begann um sein Leben zu rennen. So schnell er konnte doch es reichte nicht.

Die Gestalt erhob den Arm und ließ eine Schlange aus Feuer und Asche erscheinen die Walther folgte. Kurz bevor ihn das gleiche Schicksal wie sein Freund ereilen sollte schrie Walther

„Bei Duria! Bist du ein Dämon? Was bist....!“

Er sollte den Satz niemals beenden bevor er seinem Freund Gesellschaft im Flammentod leisten sollte.

Die brennde Schlange zog sich langsam in den Arm des Wesens zurück und es begann zu lachen. Ein Lachen wie ein spuckender Vulkan und sprach mit einer Stimme wie die eines donnernden Gewitters

„Ein Dämon? Wenn es so wäre, wäre euer Schicksal nicht besiegelt!“

Mit diesen Worten und einem grässlichen Lächeln im Gesicht zog er durch den Wald und zog hinter sich eine Spur von Feuer und Tod her.

Hier in dem einsamen Wald von Trilon und achtete nicht auf die kleine Maus die mit ihren sechs Neugeborenen vor seinem Feuer floh.